„Evaluation zielt auf die Wirkungskontrolle eines Maßnahmenkonzeptes und eingeleiteter Einzelmaßnahmen“. Die Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval) definiert den Begriff Evaluation wie folgt: „Evaluation ist die systematische Untersuchung des Nutzens oder Wertes eines Gegenstandes. Solche Evaluationsgegenstände können z.B. Programme, Projekte, Produkte, Maßnahmen, Leistungen, Organisationen, Politik, Technologien oder Forschung sein. Die erzielten Ergebnisse, Schlussfolgerungen oder Empfehlungen müssen nachvollziehbar auf empirisch gewonnenen qualitativen und/oder quantitativen Daten beruhen. Nachfolgend werden stichwortartig die Grundlagen zum vorgeschlagenen Evaluationskonzept dargelegt. Die Umsetzung dieser Empfehlung sowie deren hierzu erforderliche Konkretisierung stellen gesonderte Arbeitsschritte dar.

 

Als Instrument dient die Evaluation dazu, eine Wirkungskontrolle zu ermöglichen. Damit bedeutet sie in der Praxis eine Prüfung, ob eine Zielerreichung tatsächlich stattfindet bzw. stattgefunden hat. Zu Beginn stellt sich bei der Wahl der Evaluierungsmethode die Frage, ob die Evaluation als „Ex-post-Evaluation (d.h. im Nachhinein) oder als „Begleitende Evaluation“ (in wiederkehrenden Abständen) durchgeführt werden soll. Die Evaluation des Entwicklungsprozesses im Gebiet Altstadt sollte, analog zum Entwicklungsprozess im Gebiet Altstadt Ost und mit Blick auf den noch weitergehenden Prozess zumindest in Teilbereichen, grundsätzlich begleitend angelegt sein, wenngleich die nachfolgend dargestellte erste Evaluation aufgrund der bereits seit geraumer Zeit laufenden städtebaulichen Sanierung einer „Ex-post-Evaluation“ durchaus gleichkommt. Die in die Zukunft gerichtetet „Begleitende Evaluation“ ermöglicht auch gewisse „Zwischenbilanzen“ zu den jeweils festgelegten zeitlichen Intervallen und damit auch entsprechende Korrekturen im Entwicklungsprozess mit Blick auf die abschließende Zielerreichung. Die Fortschritte bei der Umsetzung des Entwicklungskonzeptes lassen sich somit sukzessive im Kontext der Veränderungen und Aufwertungen erfassen und mit Blick auf die Zielerreichung zeitnah auswerten. Dies gilt z.B. auch hinsichtlich der Aspekte wie der Programmumstellung bei der Städtebauförderung.

 

Wichtig ist, dass sich eine Evaluation nicht nur auf den „Erfüllungsgrad“ der Maßnahmen und Projekte beschränkt, sondern entsprechend einer tatsächlichen Wirkungskontrolle auch versucht, die erreichte Wirkung der umgesetzten Maßnahmen auf die relevanten Gruppen und Bereiche zu erfassen. Damit wird die Prüfung der Zielerreichung nicht nur auf die Erledigung der Maßnahmenliste fokussiert („Abhaken“), sondern schließt auch die wahrgenommene Zielerreichung bei den Betroffenen mit ein (vgl. Frage oben: „wird die Zielgruppe erreicht?“).

 

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